Dienstag, der 4. Dezember 2007
Ich hatte bisher mit einigen Freunden einen Root-Server gemietet. Das ermöglichte uns einen hoch performaten Server zu verwenden bei relativ geringen Kosten. Ich hatte monatlich € 40 gezahlt, was ziemlich viel ist. Deshalb entschieden wir uns zu mehreren kleinen virtuellen Servern umzuziehen. Mit VDSL 50 konnte ich schließlich auch einiges nach Hause verlagern und so bisschen Geld sparen.
Da ich nicht von irgendwelchen Begrenzung seitens des Hoster beschränkt werden wollte, suchte ich also einen virtuellen Server. Um unnötigen Kosten vorzubeugen, wollte ich auch eine Traffic Flatrate. Mein persönlicher Limit war € 20 im Monat für einen meinen Erwartungen entsprechendes Angebot. Ich fand nach einer kurzen Suche Keyweb, einer Hosting-Firma mit einem ziemlich veralterten, aber immer seriös aussehenden Seite. Sie boten zwei verschiedene Sorten von virtuellen Servern, eines heißt "VRS" und das andere "rootDS". Was ist also der Unterschied zwischen den beiden? Nun ja, bei rootDS wird einem eine CPU Geschwindigkeit garantiert, bei VRS nicht. Da Aber die rootDS Angebote erst bei € 25 anfingen, entschied ich mich für den "VRS Start" für € 13 im Monat. Dabei sind eine 10 Domain Plesk Lizenz, mindestens 256 MB RAM und 2 IPs inklusive. Perfekt, dachte ich, alles was ich brauche.
Ich bestellte es vor einer Woche und bekam es diesen Freitag, das ist drei Tage länger als die versprochene Lieferzeit. Hinzu kam, dass ich Keyweb mehrmals anrufen musste. Nach dem ersten Anruf jedoch war der Server innerhalb von 2 Tagen da, aber davor wurde mein Auftrag scheinbar gar nicht erst beachtet. Nachdem ich nun den Server hatte, fand ich heraus, dass es mit Plesk 8.01 lief, die schlecht möglichste Version von Plesk. Ich versuchte es zu updaten, aber das hat Plesk scheinbar total zerhauen und ließ sich nicht mehr starten. Ich wusste nicht wieso und probierte deshalb die "Reinstall VRS" Funktion von Virtuozzo. Eine schlechte Idee, wie es sich herausstellte. Es hat weder alle Daten gelöscht noch funktionierte die frische Neuinstallation. Ein Not-Ticket löste mein Problem aber innerhalb von 2 Stunden und das Samstag nachts um 1.
Nachdem der Server also nun lief, wollte ich alle meine Webseiten umziehen mit Plesk. Dies schlug aber immer wegen Speichermangels fehl. Wie kann das sein? Ich hatte nur Apache am laufen und das braucht keine 256 MB RAM. Ein Blick auf "top" zeigte mir, dass die System mit 2 GB RAM ausgerüstet sind. Da aber Virtuozzo die System deaktiviert sobald der RAM Verbrauch über 384 MB geht. Eine ziemlich dämliche Sache. Das System mit diversen anderen Prozessen schlucken einfach zu viel RAM weg, da die ja denken, dass noch haufenweise übrig ist (von den 2 GB). Eine Menge QoS Alerts in Virtuozzo zeigen, dass das System zwischen der gelben und grünen Zone pendelt. Die Dekomprimierung von Daten führt sofort in die schwarze Zone, wo Virtuozzo keine weiteren Speicheranforderungen mehr erlaubt. Das bringt wiederum andere Prozesse zum Abstruzt oder zum gefrieren, wobei das Gefrieren keinen RAM freigibt und damit das System dauerhaft in der schwarzen Zone lässt und das System damit wie bei einer DoS-Attacke lahmlegt.
Man merkt schnell, dass der "VRS Start" nicht wirklich nutzbar ist. Da aber Keyweb einen größeren virtuellen Server "VRS Premium" für € 20 im Monat anbietet, habe ich kurzerhand gewechselt. Ich will ja nicht, dass meine Webseiten bei ein paar gleichzeitigen Besuchern abschmiert. Das Upgrade war 10 Minuten nachdem ich es bestellt hatte auch schon aktiv. Ich muss sagen, dass die VRS scheinbar ziemlich schnell und stabil zu laufen und ich hoffe, dass ich auch keine weiteren Probleme damit haben werde.