Mein Billig-PC – superleise und leistungsfähig
In meinem Notebook (Toshiba R400) steckt nur ein Intel U2500 (2x 1,2 Ghz), was einfach zu langsam zum Entwickeln von kompliziertem Javascript ist (wie mein WordPress plugin qTranslate). Die meiste Zeit verbringt man damit auf den Rechner zu warten. Ich brauchte also einen schnelleren PC, hatte aber nicht mehr viel Geld übrig. Was nun? Glücklicherweise hatte ich noch 2 Festplatten übrig, also brauchte ich nur noch CPU, Mainboard, Netzteil, RAM und einen CPU Kühler. Ich fing also an nach Teilen zu suchen, die sehr günstig ist und trotzdem absolut leise sind.
Nach kurzer Recherche fand ich eine Seite, welche die Preis-Leistung-Verhältnisse von CPUs verglich. Da die CPU das teuerste Bauteil im meinem neuen PC wird, wählte ich hier den Intel Core 2 Duo E7300, der Nachfolger des Siegers (E7200) des Preis-Leistungs-Verhältnisses von dem Vergleich zu Zeiten des Tests. Es gibt praktisch kein Preisunterschied zwischen den beiden, aber der E7300 ist noch bisschen schneller. Jetzt schaute ich mich um nach passenden Mainboard und Arbeitsspeicher. Das Asrock 4Core1333-FullHD war das günstigste Board, welches FullHD ohne zusätzliche Grafikkarte unterstützt und sowohl einen DVI-D Ausgang und Gigabit Netzwerk onboard besitzt. Da das Mainboard DDR2 im Dual-Channel Modus unterstützt, war ich nun auf der Suche nach schnellem und günstigem RAM und fand das G.Skill DDR2-800 CL4 2x 2GB Dual-Channel-Kit. Als nächstes war das Netzteil dran. Da alles onboard war, würde ein 200W Netzteil völlig ausreichen. Da aber alle Netzteile, die auf dem Markt sind, mindestens 350W haben, suchte ich eins, dass sehr leise ist und das 80+ Zertifikat ausweist. Ein effizientes Netzteil wird weniger warm und muss nicht so stark gekühlt werden und ist damit leiser und spart gleichzeitig Stromkosten. Das günstigste passende Netzteil hier war das the be-quiet! Pure Power 350W. Jetzt fehlte nur noch ein leiser CPU Kühler. I wählte hier den Arctic Freezer 7 Pro PWM (für über 130W), was absolut überdimensioniert ist für die 65W vom E7300. Das erlaubt aber den Kühler dauerhaft auf unhörbaren 0% PWM laufen zu lassen (900 RPM), wobei die CPU Temperatur niemals über 35°C steigt. Dank dem SATA RAID Controller onboard konnte ich noch ein RAID 1 (Spieglung) aufsetzen mit meinen 2 übrig gebliebenen 80 GB Western Digital Festplatten.
Windows Vista läuft unglaublich schnell auf dem Rechner. Ich kann kaum glauben, dass so ein Rechner, der für einen Otto-Normal-Nutzer schon viel zu leistungsfähig ist, nur so wenig kostet. Hier sind die Preise von den PC-Teilen (Dezember 2008) aus meinem neuen Computer.
- Intel Core 2 Duo E7300 (€ 100)
- AsRock 4Core1333-FullHD (€ 70)
- be-quiet Pure Power 350W (€ 35)
- G.Skill 2x 2GB DDR2-800 CL4 Dual Channel Kit (€ 45)
- Arctic Cooling Freezer 7 Pro PWM (€ 15)
- Gehäuse (von meinem alten PC)
- Festplatten (von meinem alten PC)
Das sind gerade mal € 265 für einen High-End Rechner der absolut unhörbar ist!
UPDATE: Ich habe mal den Stromverbrauch des Rechners gemessen: Lerrlauf (<10% CPU Nutzung) < 60W, 80W bei 100% CPU Nutzung.
Ich habe schon versucht den Rechner zu hören, aber es ging einfach nicht! Der leichte Straßenlärm war schon viel lauter als jedes Betriebsgeräusch des Rechners. Die Heatpipes des Artic Cooling Freezer 7 Pro PWM sind nicht einfach Vollkupferröhren, die die Wärme transportieren. Es sind hohle Röhrchen mit einer leicht verdampfenden Flüssigkeit darin. Diese Flüssigkeit wird über der CPU verdampft und kondensiert im Bereich der Kühlrippen. Die innere Oberfläche der Röhrchen ist dabei so beschaffen, dass anschließend die Flüssigkeit per Kapillarwirkung zurück zur CPU transportiert wird. Bei Wikipedia gibt es dazu sogar ein Bild. Deshalb funktioniert das Prinzip auch bei seitlicher Montage, wenn die kondensierte Flüssigkeit nicht rein durch die Schwerkraft zurück zur CPU transportiert wird.
Looks good! I’ve been struggling with my old desktop (3ghz P4) so I’m also thinking about upgrading it. We’ll see what happens! Also: merry xmas from Helsinki!