5 Tage in Italien
Vor einer Woche entschieden sich meine Eltern, eine Reise nach Italien zu machen. Sie hatten gerade ein bisschen Freizeit und wollten paar berühmte Sehenswürdigkeiten besichtigen. Wir waren schon einmal in Venedig, aber noch in keiner anderen Stadt. Ich musste also eine 5-Tage-Reise organisieren und das 2 Tage vorher. Nach langem suchen schaffte ich es ein Flug von Berlin nach Pisa und von Neapel zurück nach Berlin zu buchen. Unsere Reise sollte von Pisa über Florenz, Rom und Pompeji nach Neapel gehen.
Ich hatte also die Flüge gebucht, nicht aber das Hotel in Rom. Im Gegensatz zu den anderen Städten waren in Rom einfach keine mit vernünftigem Preis mehr verfügbar. Wir wollten dort deshalb einfach selbst nach einem Hotel suchen. Der Preis für ein 3-Bett-Zimmer in jeder Stadt lag normalerweise bei € 80, wenn es nah am Hauptbahnhof war. Letzten Freitag setzten wir uns also ins Flugzeug und flogen nach Pisa. Vom dortigen Flughafen aus fuhren wir mit dem Bus zu der ersten Sehenswürdigkeit: Der schiefe Turm von Pisa. Wir nahmen paar lustige Bilder auf (siehe oben) und gingen in unser erstes italienisches Restaurant in Italien. Wir aßen für € 10 pro Person (€ 6 für die Pizza, € 2 fürs Getränk und noch € 2 Steuern), aber es schmeckte nicht sonderlich. Die Salamipizza hatte vielleicht 4 Scheiben Salami und die Pizza mare (Meeresfrüchte) hatte noch paar leere Muschelschalen drauf. Wir blieben also nicht lange und nahmen gleich den nächsten Bus zum Hauptbahnhof, wo wir 3 Fahrkarten à € 5 nach Florenz kauften. Öffentliche Transportmittel scheinen sehr günstig zu sein in Italien. In nur einer Stunde sollten wir Florenz erreichen. Auf dem halben Weg kam der Kontrolleur und wollte die Fahrkarten sehen. Als wir ihn unsere zeigten, fing er an irgendetwas auf Italienisch zu reden. Wir konnten kein Wort verstehen und versuchten Englisch mit ihm zu reden, was er aber scheinbar nicht konnte. Nach 5 Minuten sinnloser Diskussion redete er etwas von “stamp” und wir begriffen endlich, was er wollte. Die Karten mussten scheinbar gestempelt werden, aber woher sollte ein Tourist das wissen? (Für all unseren späteren Zugfahrten mussten wir übrigens nicht stempeln) Er wollte uns € 5 Strafe zahlen lassen, wie bekloppt ist das? Nach weiteren 5 Minuten Diskussion gaben wir auf und überreichten ihm die € 5.
Nachdem wir Florenz erreicht haben, gingen wir zu unserem Hotel “Derby”, der nur 5 Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt ist und erkundeten danach die Stadt. Ich dachte bisher immer, dass Städte in Europa so sauber sind wie in Deutschland, aber da schein ich mich getäuscht zu haben. Florenz kam mir sehr chaotisch vor. Vielleicht kann ich mich einfach nicht an diese engen Straßen gewöhnen. Nachdem wir paar Fotos geschossen haben, betraten wir das nächste italienische Restaurant, wo wir wieder für €10 pro Person speisten. Diesmal nahm ich Lasagne. Nun ja, die oberste Schicht hatte noch die Fleischsoße, aber der Rest… 9 Nudel-Schichten ohne etwas zwischen. Was ist mit dem leckeren italienischen Speisen geworden, die es in Deutschland gibt? Wir entschlossen uns deshalb als nächstes in ein chinesisches Restaurant zu gehen.
Frühstuck war im Zimmerpreis inbegriffen, also gingen wir zum Frühstücksbüffet am Morgen. Sie hatten nur paar Croissants da, kein Brot, keine Wurst. Ich aß also ein bisschen Müsli und wir gingen dann zum Technik-Geschichts-Museum. Es war ziemlich interessant gewesen, die ganzen alten Instrumente zu sehen, die Galileo mal benutzt hat. Es gab sogar eine Sonderausstellung über Sonnenuhren, was auch sehr faszinierend war. Nach dem Museumsbesuch gingen wir nun in das China-Restaurant “Capitale della Cina” nähe des Hauptbahnhofs. Wir bestellten 3 Gerichte für € 5 (welche so klein waren, dass ich sie auch allein locker verputzen könnte). Umso erstaunlicher war es, als wir eine Rechnung für € 30 bekamen. Nachdem wir die Bedienung gefragt haben, wie dies zustande kommt, fanden wir heraus, dass es eine Teegebühr, Reisgebühr und Sitzgebühr gibt. Wie verrückt ist das? In Deutschland kann man ein Gericht für € 5 bestellen und würde Reis, Tee, eine Suppe, Nachtisch und genug zu Essen bekommen. Zum Beispiel bei diesem Restaurant, wo das Essen sogar noch viel besser schmeckt. Wenn Du also nach Florenz gehen willst, vermeide auf jeden Fall das chinesische Restaurant am “Largo F.lli Alinari 12-13″. Später nahmen wir den Expresszug nach Rom für nur € 33 pro Person.
Nach nur 1,5 Stunden Fahrt erreichten wir Rom und starteten die Suche nach einem Hotel. Unglücklicherweise war wirklich jedes Hotel ausgebucht. Mit jedes meine ich wirklich jedes! Alle Hotelreservierungsservice hatte nur ein “Ausverkauft” Schild an der Tür. Nachdem wir noch mal direkt bei vielen Hotels in der Umgebung gefragt haben, gaben wir auf und fuhren erst mal Sehenswürdigkeiten anschauen. Nach einer Runde auf dem “open110″ Touristenbus stiegen wir wieder aus und fingen wieder an, nach einem Zimmer zu suchen. Irgendwie schaffte es mein Vater dann ein Zimmer privat für € 75 bei irgendeinem Chinesen zu finden. Es scheint doch vorteilhaft zu sein, ein Chinese in solchen Fällen zu sein. Ich wollte schließlich nicht die Nacht irgendwo in Rom verbringen. Im Gegensatz zu Deutschland schließen die Bahnhöfe um 1 Uhr nachts und es gibt es keine Bänke, wo man sich hinsetzen oder hinlegen könnte in Rom.
Am nächsten Morgen ging es dann in die Vatikankirche und das Vatikanmuseum, wo ich die längste Schlange sah, die ich je gesehen habe. Sie war ca. 2km lang und 5m breit. Ich weiß nicht wie viele Menschen in das Museum wollten, aber nachdem wir endlich rein kamen, war es nichts anderes als an einer anderen Schlange zu stehen, um wieder aus dem Museum rauszukommen. Man muss einfach nur mal überlegen wie viele Menschen unterwegs sein müssen, wenn alle Hotels in ganz Rom ausgebucht sind… Als nächstes ging es ins Kolloseum. Ich muss sagen, es ist wirklich sehr imposant. Zu schade, dass es keine Informationen gibt, wie es aussah, als es in Betrieb war.
Am Abend fuhren wir dann mit dem Expresszug für €25 pro Person nach Neapel. Es war schon spät, also gingen wir direkt zu unserem Hotel, ein neu eröffneter zwei Sterne Hotel. Es war sogar so neu, dass der Empfang scheinbar der Besitzer war und noch keine eingestellt hatte, der Englisch sprach. Zuerst versuchte er uns klar zu machen, dass es keine freien Räume mehr gibt und nach einer nutzlosen Diskussion, wo keiner den anderen Verstand, hörte er irgendwann das Wort “online” heraus, grinste auf, wiederholte noch mal langsam “onnlineee!” und gab uns unseren Schlüssel. Am nächsten Morgen ging es dann zum Vulkan Versuv und der Ruine von Pompeji. Der Versuv war eher langweilig, aber Pompeji faszinierte mich. Die alte Stadt, die alten Straßen, die alten Häuser, wie aus den Geschichtsbüchern aus der Grundschule… Nachdem wir zum Hotel zurückkehrten, nahmen wir am nächsten Morgen dann den Flug zurück nach Berlin.
I’ve thought thousand times that I could kick the tower from another side instead of supporting it:D
this palce is just too cool i wanna go there so flippin bad lol jk well bye
**marta*